Neue Aquarien per Post

Um den Bestand meiner Zuchtanlage weiter aufzustocken, habe ich nach weiteren Aquarien gesucht. Bisher waren die Ergebnisse beim Blick in die Rezensionen für Aquarien per Versand eher ernüchternd, so dass ich von Bestellungen abgesehen habe. Insbesondere zur Qualität der Verklebungen wurde sich negativ geäußert. Die Rezensionen zu GarPet-Aquarien waren hingegen durchaus positiv, so dass ich nun selbst drei Becken, genauer gesagt einmal ein 50x30x30-Aquarium (45 Liter) und zweimal ein 40x25x25-Aquarium (25 Liter), bestellt habe. Die Becken kamen sehr gut verpackt an. Die kleinen Styropor-Kissen schützten das jeweilige Becken rundherum.

Sicher verpackt kamen die Aquarien an
Sicher verpackt kamen die Aquarien an

Die Verklebung überzeugt durch saubere Wülste, hierzu waren noch einige negative Rezensionen zu finden gewesen. Wobei ich den Eindruck gewonnen hatte, dass die Schreiber dieser Rezensionen nicht wirklich wussten, was eine Wulstverklebung ist. Die Maße stimmen exakt.

Saubere Wulst-Verklebungen
Saubere Wulst-Verklebungen

Die weitere Aquarien-Ausstattung

Im Weiteren habe ich die Becken nun mit einem entsprechenden Filter, Bodenkies, Glasabdeckplatte und Aufsetzleuchte versehen. Die neu erworbenen 25 Liter Becken stelle ich wie immer zu zweit im Regal auf, dabei überdeckt eine Abdeckscheibe aus ESG-Sicherheitsglas (Erworben bei myspiegel.de) dann beide Becken. Hinten bleiben ca. 2 cm Platz, damit die Kabel der Filter durchpassen und gegebenenfalls ein Futterautomat seine Arbeit verrichten kann. Durch diese Streckung über zwei Becken spare ich mir auch eventuelle Halterungen für die Abdeckscheiben. Das 45 Liter-Becken erhält eine Abdeckscheibe, die hinten und an den Seiten aufliegt. Die kleinen 25 Liter-Becken habe ich mit einem Dennerle-Filter und das 45 Liter-Becken mit einem Filter von Aquael versehen.

Das 45-LiterBecken
Das 45-LiterBecken

Wasserwechsel

Eine der wichtigsten Voraussetzungen für gesunde Guppys ist der regelmäßige Wasserwechsel. Diese Routinearbeit führe ich wöchentlich aus. War es anfangs noch ein Eimer und ein Schlauch mit dem die ganze Arbeit bewerkstelligt wurde, kam mit zunehmender Beckenanzahl in meiner Zuchtanlage ein Zeitproblem auf. Heute möchte ich berichten wie bei mir aktuell der Wasserwechsel durchgeführt wird.

Derzeit umfasst meine Zuchtanlage 29 Becken und für weitere ist noch etwas Platz. Je nach Größe führe ich einen Wasserwechsel über 30 – 70% wöchentlich aus. Dabei gilt: Je kleiner das Becken, um so mehr Wasser tausche ich aus. Bei den 20 – 25 Liter Becken sind das eben 70%.

Die Wasserentsorgung

Anfänglich habe ich wie geschrieben zur Wasserentnahme einen Schlauch (1 cm Durchmesser) und einen 15 Liter Eimer genommen. Mit steigender Beckenanzahl benötigte ich eine bessere Lösung. Diese habe ich einer Schmutzwasserpumpe und Tonne gefunden. Diese Tonne füllt sich mit dem abgesaugten Wasser und ab einer bestimmten Wasserhöhe wird das Schmutzwasser von der Pumpe in den Garten oder die Toilette gepumpt. Mittlerweile füllen drei Schläuche gleichzeitig die Tonne. Diese Schläuche werden durch Halter an den Aquarien und der Tonne befestigt. Durch diese Halter kann die abzusaugende Menge reguliert werden und ich brauche den Schlauch nicht mehr selbst halten. Parallel fülle ich das Wasser wieder auf.

Schmutzwasserpumpe in Tonne
Schmutzwasserpumpe in Tonne

Um keine Fische einzusaugen habe ich die Schläuche mit einem „Gitter“ versehen, wobei ich bei sehr kleinen Jungtieren im Becken ein Netz zusätzlich um den Schlauch wickele.

Fischeinsaugschutz an Absaugschlauch
Fischeinsaugschutz an Absaugschlauch
Die Wasserzufuhr

Über einen an meiner Dusche angeschlossenen Gartenschlauch mit Düse fülle ich das Wasser wieder auf. Eimerschleppen hatte damit endlich ein Ende.

Brausenkopf für die Frischwasserversorgung
Brausenkopf für die Frischwasserversorgung
Fazit

Wer nicht die Möglichkeit einer automatischen Wasserwechselanlage hat, kann auf diesem Wege sehr schnell seinen Wasserwechsel durchführen. Zu dem Thema Automatisierung empfehle ich diesen Einsteigerartikel.

Ich verteile meinen Wasserwechsel mittlerweile auf zwei Tage, wobei ich jeweils bei der Hälfte der Becken das Wasser austausche und nebenbei an einigen Becken eine intensivere Reinigung vornehme. Im Detail sind das Beseitigung Algenfilm, Absaugen Bodengrund, Scheiben von außen reinigen, Futterautomaten kontrollieren, Filter reinigen und Pflanzen (primär Moose) zurechtschneiden. Der einfache Wasserwechsel ist hingegen mit dem beschriebenen Vorgehen für alle Becken in ca. 1,5 Stunden zu bewältigen.

Tonne mit Schmutzwasserpumpe und Schlauch für Frischwasser
Tonne mit Schmutzwasserpumpe und Schlauch für Frischwasser

Beckenaufbereitung eines älteren Aquariums

Eins meiner 180 Liter Becken ist das älteste Becken mit ca. 12 Jahren in meinem Bestand. Mittlerweile haben sich unter dem Silikon bereits kräftig Algen angesiedelt. Durch die Stoßverklebung war es noch dicht und hätte sicherlich länger gehalten, aber meine Erfahrungen für die Zuchtansätze im 180 Liter Becken waren eher negativ. Das Wachstum der Jungguppys blieb klar hinter den kleineren Becken zurück. Ich habe mich daher entschlossen eine Beckenaufteilung bei meinen 180 Liter Becken in drei Becken vorzunehmen und dabei das älteste Aquarium gleich einer Beckenaufbereitung zu unterziehen. Im Internet fand ich dazu sehr unterschiedliche Artikel, kaum einer wirkte auf mich so, dass der Autor wirklich die Beckenaufbereitung selbst vollzogen hatte. In einigen Foren gab es positive Stimmen zu der von mir angedachten Methode der Aufbereitung.

Algen unter Silikon 1
Algen unter Silikon 1

Algen unter Silikon 2
Algen unter Silikon 2

Alles muss raus für die Beckenaufbereitung

So sah das Becken vor der Überarbeitung aus:

Aquarium vor der Beckenaufbereitung
Aquarium vor der Beckenaufbereitung

Als erstes ließ ich das Wasser ab, entfernte den Kies und den großes Eckfilter rechts, danach entfernte ich das Silikon außerhalb der Stoßverklebung mit einem Cutter.

Silikon außerhalb der Stoßverklebung entfernt
Silikon außerhalb der Stoßverklebung entfernt

Silikon am Boden entfernt
Silikon am Boden entfernt

Neuverkleben

Nun ging es nach gründlicher Reinigung ans Neuverkleben. Jede Nahtseite wurde mit einer Breite von ca. 5 mm nachgezogen. Dazu habe ich wieder das Aquariensilikon von Soudal verwendet.

Aquariensilikon
Aquariensilikon

Die Verarbeitung erfolgte mit einem Silikon-Fugenglätter bei 10mm Breite. Das überschüssige Silikon wurde mit Babyfeuchttüchern abgewischt bzw. der Fugenglätter selbst damit behandelt, dadurch ist das Silikon leicht zu verarbeiten gewesen. Die Bodenverklebung habe ich mit einer 16 mm Breite verklebt.

Silikon Fugenglätter
Silikon Fugenglätter

Stoßverklebung mit neu verklebter Naht
Stoßverklebung mit neu verklebter Naht

 

Fertiges Becken ohne Zwischenwände
Fertiges Becken ohne Zwischenwände

Einkleben der Zwischenwände

Nun ging es an das Einsetzen der Zwischenwände dies erfolgte wie bei der Teilung meines 112 Liter Beckens. Es entsteht nun eine Dreiteilung des Beckens mit ca. 60 Liter Wasservolumen je Becken. Die Becken sollen meine Ausstellungszüchtungen beherbergen.

Fertiges geteiltes 180 Liter Becken mit drei Kammern
Fertiges geteiltes 180 Liter Becken mit drei Kammern

Im nächsten Schritt galt es die Dichtheit des Beckens zu prüfen. Dazu habe ich sukzessive Wasser eingelassen und geschaut, ob etwas undicht ist. Der Test wurde erfolgreich gemeistert, so dass ich den Bodenkies im letzten Schritt eingebracht habe.

Ausblick

Ähnlich gehe ich nun mit dem Nachbarbecken vor, wobei ich mir hier jedoch die Beckenaufbereitung sparen kann, da die Silikonverklebungen noch in einem guten Zustand sind.

Neues Schwerlastregal Teil 2

In meinem Beitrag vom 25.08.2018 habe ich über mein neues Schwerlastregal berichtet. Dies ist nun ein Folgebeitrag in dem ich im Schwerpunkt über die Beleuchtung, Abdeckscheiben und Kosten schreibe.

Abdeckscheiben

Die neu erworbenen 25 Liter Becken stelle ich zu zweit im alten Regal auf, dabei überdeckt eine Abdeckscheibe aus Floatglas (Erworben bei myspiegel.de – Kante poliert) dann beide Becken. Hinten bleiben ca. 2 cm Platz, damit die Kabel der Filter durchpassen und gegebenenfalls ein Futterautomat seine Arbeit verrichten kann. Durch diese Streckung über zwei Becken spare ich mir auch eventuelle Halterungen für die Abdeckscheiben.

Abdeckscheibe von myspiegel,de
Abdeckscheibe von myspiegel,de

Abdeckscheibe mit Platz für Futterautomat und Filterkabel
Abdeckscheibe mit Platz für Futterautomat und Filterkabel

Beleuchtung muss anders geregelt werden

Die Beleuchtung der neuen Becken wollte ich mit einem LED-Stripe realisieren, aber dies muss ich nun als nicht sinnvoll verwerfen. Die LED-Stripes wären zu hoch und damit von der Beleuchtung nicht effizient genug gewesen.

Ich habe mir daher Aufsetz-LED-Leuchten besorgt und diese leuchten nun über 2 Becken. Somit wird in einzelnes Becken mit 3 Watt beleuchtet bzw. 330 Lumen beleuchtet. Dies ist für anspruchsvolle Pflanzen weit zu wenig, für die Zucht und meinen verwendeten Moosen sollte es reichen. Hierzu werde ich sicherlich noch meine Erfahrungen in einem späteren Beitrag schildern.

Aufsetzleuchte mit 660 Lumen bei 6 Watt und 7000 Kelvin
Aufsetzleuchte mit 660 Lumen bei 6 Watt und 7000 Kelvin

Aufsetzleuchten über jeweils zwei Becken
Aufsetzleuchten über jeweils zwei Becken

Platz für die kleinen Becken durch Umräumen

Das neue Regal wurde aktuell nur genutzt, um die vorhandenen größeren Becken umzuräumen. Eine Änderung an den Becken habe ich nicht vorgenommen. So sieht es daher aktuell aus:

Neues Schwerlastregal
Neues Schwerlastregal

Für die Lastverteilung am Boden habe ich vier Edelstahlplatten besorgt und um den Überstand der 60 cm Becken zu kompensieren wurden 12 mm MDF-Platten angeschafft.

Bretter für Überstand
Bretter für Überstand

Lastverteiler aus Edelstahl
Lastverteiler aus Edelstahl

Neues SchwerlastRegal – Kostenüberblick

Das neue Regal ist aktuell noch nicht wirklich genutzt, es ermöglichte aber die Aufstellung von acht neuen 25 Liter Becken. Es kostete 84,99 Euro, wobei zusätzlich der Ersatz der Einlegebretter (16 mm Dicke) und die Bretter um den Überstand von sechs 60cm Becken zu kompensieren (inkl. Versand) 101,85 Euro kostete. Im Weiteren haben die vier Metalllastverteiler 24,10 Euro gekostet. So ergibt sich für das neue Regal ein Gesamtkostenblock von 210,94 Euro.

Für die neuen Becken sieht die Rechnung wie folgt aus: Pro neues 25 Liter Becken fielen 11,95 Euro an. Der Filter kostete 14,19 Euro bei einem Verbrauch von 2 Watt. Die Aufsetzleuchten kosteten 19,99 Euro, somit pro Becken 10,00 Euro, wobei der Verbrauch pro Becken 3 Watt beträgt. Die Abdeckscheiben haben einen Preis von 16,29 Euro, damit pro Becken 8,15 Euro.

Insgesamt kostete ein Becken 44,29 Euro bei einem Verbrauch von 5 Watt pro Stunde, was im Jahr (bei 10 Stunden Beleuchtungsdauer am Tag) mit 18,25 kwh und ca. 6 Euro Stromkosten im Jahr zu Buche schlägt.

Neue Becken durch neues Schwerlastregal
Neue Becken durch neues Schwerlastregal

Der Futterautomat

Der Futterautomat ist mein Freund und Helfer am Tage während der Arbeit und weil die Urlaubssaison losgeht, natürlich auch im Urlaub ein idealer Bundesgenosse. In diesem Beitrag möchte ich den bei mir verwendeten Futterautomaten von Eheim vorstellen. Ich habe mittlerweile einige Futterautomaten getestet und für mich ist dies der Nützlichste und Funktionsfähigste.

Die Technik des Futterautomat

Die Programmierung des Automaten ist simpel, es können bis zu vier Tageszeiten eingestellt werden. Wenn der Automat die Zeit erreicht, dann dreht sich wahlweise ein- bis zweimal die Futterbox. Beim Drehen wird die Futterbox zusätzlich belüftet, dies verringert das Eindringen von Feuchtigkeit in den Automaten. Die veränderbare Schiebeklappe fixiere ich in der Regel mit einem Tesafilmstreifen, da diese sich sonst leichter verstellt, meines Erachtens das einzige Manko des Automaten, welches aber nicht weiter stört. Mit der linken Taste des Automaten besteht die Möglichkeit zwischen der aktuellen Zeit und den vier Fütterungszeiten hin- und her zu springen. Die Mittlere erhöht die Anzahl der Fütterungen oder die Uhrzeit, wenn mit der rechten Taste die Werte für eine Änderung aktiviert wurden.

Der Automat benötigt zwei mitgelieferte AA-Batterien. Diese halten extrem lange und meine Automaten habe ich teilweise schon seit über 5 Jahren. Oft wechseln muss ich wahrlich nicht. Manuell lässt sich der Automat über die Eheim-Taste auslösen. Dies ist sehr gut für die Urlaubsvertretung, denn so kann schnell geprüft werden, ob der Automat noch funktioniert.

Futterautomat mit Kleinteilen und Batterien
Futterautomat mit Kleinteilen und Batterien

Welches Futter verwenden ?

Ich selbst füttere über diesen Weg nur Granulat, Flockenfutter hat sich für mich als schwer dosierbar herausgestellt. Mit Granulat (z.B. Evolution 0,2 – 0,3 mm) ist es möglich feinste Abstimmungen der Futtermenge einzustellen. Gerade bei Jungtiere stelle ich so sehr kleine Mengen ein und lasse den Automaten tagsüber bis zu viermal füttern. Die richtige Stellung der Schiebeklappe zu finden ist manchmal ein wenig zeitraubend, aber einmal eingestellt klappt es wunderbar.

Der Preis

Dieser ist mit größer 30 Euro schon ordentlich, aber dafür laufen meine Automaten nach einigen Jahren immer noch zuverlässig. Mittlerweile gibt es den ein oder anderen günstigeren Nachbau, diese teste ich bei Gelegenheit einmal und berichte dann hier.

 

 

Neues 112 Liter Becken

Weil der KITA meiner Kinder nun ein größeres Aquarium überlassen wurde, habe ich im Mai mein vor einigen Jahren gesponsertes Aquarium zurückerhalten. Für das 112 Liter Becken gab es keine weitere Verwendung innerhalb der KITA mehr. Nun stellte sich mir die Frage wie kann es meine Zuchtanlage sinnvoll ergänzen? Da ich mit der Größe von 50 – 60 Liter bisher die besten Erfahrungen gemacht habe, erschien es mir sinnvoll das Becken durch eine Trennscheibe in zwei Becken aufzuteilen. Wichtig ist mir hierbei die vollständige Trennung der Becken, ganz so als wären es zwei eigenständige Becken. Zwar wäre eine gemeinsame Filterung stabiler, aber bei Krankheiten wären beiden Becken betroffen.

Ausgangszustand

Im Ausgangszustand galt es erst einmal gründlich außen zu reinigen. Die Abdeckung möchte ich durch eine LED-Abdeckung ersetzen, der große Originalfilter musste raus, da er nach der Trennung in zwei separate 56 Liter Becken kein Sinn mehr macht.

Becken mit Originalfilter
Becken mit Originalfilter

Ausgangzustand Becken
Ausgangzustand Becken

Ausgangzustand 112 Liter Becken
Ausgangzustand 112 Liter Becken

Zustand nach Reinigung

Die Abdeckung galt es zu entfernen und entsorgen. Danach ging des den mit Aquariensilikon befestigten Filter an den Kragen.

Entfernung des Original Filters
Entfernung des Original Filters

Als nächstes habe ich das Becken gründlich innen gesäubert.

Becken nach Säuberung
Becken nach Säuberung

Einbau der Trennscheibe im 112 Liter Becken

Nun wurde mittels Aquariensilikon eine Trennscheibe eingeklebt. Das von mir verwendete Aquariensilikon stammt von der Firma Soudal. Die Trennscheibe habe ich passgenau anfertigen lassen von MySpiegel.de

Trennwand aus Floatglas 5 mm Dicke
Trennwand aus Floatglas 5 mm Dicke

Das Becken mit eingeklebter Trennwand
Das Becken mit eingeklebter Trennwand

Zum Schluss bestellte ich noch eine passende LED-Aquarienabdeckung, da das Becken oben auf dem zweiten Schwerlastregal unter gebracht werden soll. Da ich meine Anlage demnächst erweitere habe ich nun zwei Schwerlastregale zur Verfügung. Zu der Erweiterung berichte ich in einem der nächsten Beiträge. Erst diese bereits geplante Erweiterung machen das Aufbereiten des KITA-Beckens überhaupt sinnvoll und ist ein willkommener „Startbonus“ für meine Projekt „Mehr Becken“ bzw. mein zweites Schwerlastregal.

112 Liter Becken mit neuer LED-Abdeckung
112 Liter Becken mit neuer LED-Abdeckung

 

Im letzten Schritt fehlen nur noch 2 neue Filter und schon ist das Becken einsatzbereit. Hier nutze ich den Filter Fan 1 plus von Aquael, es müssen keine Verbrauchsmaterialien nachgekauft werden und die Einsatzzeiten zwischen den notwendigen Reinigungen ist recht hoch.

Algenbekämpfung – Ergebnis nach 4 Wochen

In meinem Beitrag vom 24.02.2018 hatte ich die Algenplage in meinem Schaubecken aufgezeigt und den Versuch begonnen mit ALGEXIT von Easy-Life der Sache Herr zu werden. In diesem Beitrag möchte ich nun nach vier Wochen über das Ergebnis des Versuchs berichten.

Ausgangslage

In der Ausgangslage war das Schaubecken nach Neueinrichtung stark mit Grünalgen (Fadenalgen) belastet. Hierzu noch eins der Ausgangsbilder.

Ausganglage vor Bekämpfung - Bild 2
Ausganglage vor Bekämpfung – Bild 2

Zwischenergebnis

Ich habe in das 260 Liter jede Woche 20 ml ALGEXIT gegeben. Nach zwei Wochen war eine deutliche Verbesserung zu erkennen, die Fadenalgen waren dabei besonders bei den Bodendecker-Pflanzen deutlich reduziert. Die Ränder der Hintergrundpflanzen waren ebenfalls ohne Grünalgen. Das Taiwanmoos war jedoch noch stark mit Algen durchzogen.

Schaubecken nach zwei Wochen mit ALGEXIT
Schaubecken nach zwei Wochen mit ALGEXIT

Ergebnis der Algenbekämpfung

Nach vier Wochen und einer leichten manuellen Entfernen der Reste war der Fadengrünalgenbefall quasi vorbei, lediglich die Rotalgen an den Steinen hat die Kur nicht beseitigt. Die Fadenalgen sind völlig verschwunden und die Pflanzen erstrahlen seit der Kur in neuem Glanz.

Während der Kur musste ich keine Verluste an Fischen oder Garnelen beklagen, wobei sicherlich wichtig ist die richtige Dosierung und die zeitlichen Abstände der Zugabe zu beachten. Aus meinen Erfahrungen kann ich festhalten, dass das Mittel auch bei etwas geringer Dosierung als mit 10 ml pro 100 Liter Aquarienwasser wirkt. Ich kann damit auch nicht die bei einigen Rezessionen geschilderten Verluste an Tieren bestätigen. Letztlich habe ich aber diesen Test auch nur bei meinem recht großen Aquarium durchgeführt. Die Dosierung bei sehr kleinen Aquarien stelle ich mir auch recht schwierig vor.

Das Mittel hat mein Problem nach dem Einfahren meines Schaubeckens gelöst und das Resultat ist sehr zufriedenstellend.

Schaubecken: Ergebnis nach ALGEXIT-Kur
Schaubecken: Ergebnis nach ALGEXIT-Kur

 

Algenbekämpfung

Im Schaubecken entstanden nach einigen Wochen immer mehr Fadenalgen. Die anfängliche  Pflanzenbiomasse reichte anscheinend nicht aus, um das Algenwachstum zu bremsen oder einzudämmen. In den länger eingefahrenen Becken habe ich hingegen keinerlei Probleme mit Algen. Das mechanische Entfernen brachte immer nur kurzfristige Abhilfe. Daher habe ich nun testweise zu Easy-Life ALGEXIT als Algenbekämpfung gegriffen. Das Becken ist mit Garnelen und Guppys besetzt.

Das eingesetzte Mittel zur Algenbekämpfung

ALGEXIT von Easy-Life soll gemäß Anleitung wöchentlich mit 10 ml je 100 Liter angewendet werden. Ich möchte auf Nummer sicher gehen und habe mich für mein 260-Liter-Schaubecken zu 20 ml pro Anwendung entschlossen. So hoffe ich meine Guppys und Garnelen nicht durch eine Überdosierung zu gefährden, davor warnen einige wenige Rezessionen zu dem Produkt. Weitere nützliche Informationen zur Entstehung verschiedener Algen finden sich beispielsweise in diesem Artikel.

Easy-Life ALGEXIT zur Algenbekämpfung
Easy-Life ALGEXIT zur Algenbekämpfung

Ausgangszustand im Becken

Klassisch für ein neues Becken mit zu wenig Pflanzenbiomassen entwickelten sich in meinem Schaubecken Fadenalgen. Die folgenden Bilder dokumentieren den Ausgangzustand vor der Algenbekämpfung. Im Weiteren werde ich in folgenden Artikeln die Veränderungen darlegen und dabei hoffentlich feststellen können, dass das Mittel hält, was es verspricht. Sicherlich ist diese Kur eher als das letzte Mittel, um ein Becken vor der Neubepflanzung zu retten, aber ich gehe hier bewusst diesem Schritt.

Ausgangslage vor Bekämpfung - Bild 1
Ausgangslage vor Bekämpfung – Bild 1

Ausgangslage vor Bekämpfung - Bild 2
Ausgangslage vor Bekämpfung – Bild 2

 

 

Schaubecken – Pflanzen eingesetzt

Das 260-Liter-Schau-Aquarium habe ich nun in Betrieb genommen. Als erstes wurden die Pflanzen gesetzt und danach das Aquarium mit Wasser befüllt.

Pflanzen
Pflanzenauswahl

Die Pflanzen wurden von aquasabi.de geliefert. Die Qualität hat mir sehr gut gefallen. Den größten Teil habe ich als „In Vitro“-Variante gewählt.

Aquasabi.de lieferte die Pflanzen
Aquasabi.de lieferte die Pflanzen

Pflanzenauswahl

Folgende Zusammenstellung habe ich in den schwarzen Kies eingepflanzt:

  • Taiwan Moos (Taxiphyllum alternaris)
  • Zwerg-Nadelsimse (Eleocharis pusilla (parvula))
  • Kuba-Perlkraut (Hemianthus callitrichoides „Cuba“)
  • Nadelsimse (Eleocharis acicularis)
  • Grasblättriger Wasserkelch (Crypto Crispatula)
Anordnung der Pflanzen

Im Vordergrund sollen das Kuba-Perlkraut in der Mitte und an den Seiten die Zwerg-Nadelsimse einen Teppich bilden. Zwischen den Schiefersteinen soll das Taiwan-Moos herauswachsen. Der Hintergrund wird durch Nadelsimse und den Wasserkelchen gebildet, um ein stimmiges Gesamtbild ansteigend nach hinten zu definieren.

Schaubecken mit eingesetzten Pflanzen
Schaubecken mit eingesetzten Pflanzen

Eine gute Grundlage, um sich mit dem Thema Aquascaping vertraut zu machen, habe ich in dem Buch „Aquascaping Fibel“ von Oliver Knott gefunden. So kann in diesem kleinen Buch gut der Aufbau einer gelungenen Pflanzenanordnung nachvollzogen werden.

Als Dünger verwende ich einmal pro Woche 15 ml Easy-Life Profito, da ich mit diesem Dünger auch in meinen anderen Becken gute Erfahrungen gemacht habe. Hier bleibe ich unter der Herstellerempfehlung (10 ml je 100 Liter), da aus einigen Internetberichten und eigenen Erfahrungen dies völlig ausreichend ist.

Weiterer Ausblick

Wenn das Becken eingefahren ist, sollen neben Guppys auch noch einige Garnelen ihr Unwesen als Putzkolonne treiben.

Am Ende plane ich noch eine CO²-Anlage, welche das Pflanzenwachstum erheblich verbessern soll.

 

Schaubecken – Boden eingerichtet

Hier ein Update zum neusten Becken. Das 260 Liter Vision Becken von Juwel hat nun neue LED-Leuchten und einen Filter von Juwel. Den Filter habe ich im ersten Arbeitsschritt mit dem beigelegten Aquariensilikonkleber ins Aquarium eingeklebt. Als kleines Highlight habe ich eine LED-Leiste auf der Rückseite des Aquariums angebracht, dabei soll mit diesem blauen Streifen eine Art Himmelseffekt erzielen. Der nächste Schritt war den Boden anzulegen. Da das Becken im Gegensatz zu den reinen Zuchtbecken auch ein wenig Vorzeigecharakter haben soll, muss der Boden für Pflanzen mehr als nur Kies bieten, damit die Pflanzen gut gedeihen können.

Der Boden – Das material

Dazu habe ich Bodengrund floredepot von Sera mit einer Höhe von 2 – 5 cm nach hinten einsteigend eingebracht und dies mit einer schwarzen Rundkiesschicht von 010-deco.shop.de überdeckt. Diese Kiesschicht beträgt zwischen 4 – 7 cm.

Auf dem schwarzen Kies sind als Dekorationselement Schieferplatten aufgelegt. Diese bilden nachher in der Aquarienlandschaft das zweipolige Zentrum.

Ausblick

Was folgt noch ? Es müssen die Pflanzen ausgesucht und eingebracht werden, dann wird gewässert. Wenn das Becken eingefahren ist, sollen neben Guppys auch noch einige Garnelen ihr Unwesen als Putzkolonne treiben.

Am Ende plane ich noch eine CO²-Anlage, welche das Pflanzenwachstum erheblich verbessern soll.

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