Bakterienunverträglichkeit

Da zur Zeit eine aktuell nicht heilbare Krankheit omnipäsent in Funk und Fernsehen ist, möchte ich in diesem Beitrag meine Lösung zum Thema Bakterienunverträglichkeit bei Guppys vorstellen.

Was ist Bakterienunverträglichkeit ?

Alle Aquarien beinhalten einen eigenen Bakterienmix. Bakterien haben unterschiedlichste Funktionen, wie z.B. bei der Umwandlungskette von Ammonium zu Nitrat. Jeder Fisch trägt dabei selbst auch eine Unzahl an Bakterien in sich. Das Immunsystem passt sich an alle diese Bakterien an, entwickelt entsprechende Antikörper und der jeweilige Fisch bleibt gesund. Die Fische die in einem Aquarium groß werden haben sich dabei langsam an diesen Bakterienmix gewöhnt oder von Ihren Eltern schon einige Abwehrkörper mitbekommen. Wenn der Züchter nun aber Fische von Becken A nach Becken B versetzt und die Fische oder Stämme aus sehr unterschiedlichen Quellen stammen, dann kann es vorkommen, dass nach ein bis zwei Tagen beginnend mit Flossenklemmen das große Sterben losgeht. Dabei sind wahlweise alle Fische, nur die Neuankömmlinge oder sogar nur die Alttiere des Beckens betroffen. Alle drei Varianten habe ich bereits selbst erlebt. Ohne Behandlung sind bei mir in der Regel fast alle betroffenen Tiere verendet.

Generell kann also bei einem schnellen Auftreten von Flossenklemmen, wenn die restlichen Wasserwerte in Ordnung sind, von einer Bakterienunverträglichkeit ausgegangen werden. Ich stellte dabei in der Regel bereits nach 1 – 3 Tagen Flossenklemmen fest. Da Bakterien sich extrem schnell vermehren oder bereits in hoher Zahl im Becken vorhanden sind, überfordern sie das Immunsystem des jeweils nicht darauf konditionierten Fisches. Bei meinen Triangel-Guppys erkenne ich dies wie bereits geschrieben sehr schnell am Flossenklemmen.

Was hilft gegen die Unverträglichkeitsreaktionen ?

Aufgrund meiner Züchtertätigkeit habe ich aus sehr unterschiedlichen Quellen Stämme erhalten und daher öfter mit diesem Problem zu kämpfen gehabt. Ausprobiert habe ich vieles, so zum Beispiel Salzzugabe, täglicher Wasserwechsel zu 80%, UVC-Klärer und so weiter. Keine Maßnahmen hat jedoch 100%ig geholfen und teilweise sind sie für mich als Züchter auch schwer darzustellen. Mein derzeitiges Vorgehen beim Zusammensetzen von unterschiedlichen Stämmen ist wie folgt. Um die Bakterienanzahl für den Neubesatz so gering wie möglich zu halten, wechsele ich vor dem Umsetzen im Zielaquarium ca. 80% des Wassers. In den nächsten drei Tagen beobachte ich ganz genau, ob Flossenklemmen oder a-typisches Verhalten zu erkennen ist.

Vorgehen bei Anzeichen von Bakterienunverträglichkeit
Hilfe bei Bakterienunverträglichkeit

Im Problemfall habe ich sehr positive Erfahrungen mit Ektol bac Plus 250 von JBL gemacht. Die letzten Problemfälle sind alle zu 100% auskuriert worden. Dabei ist meines Erachtens wichtig, sofort bei Unverträglichkeitsanzeichen zu reagieren. Daher ist besonders wichtig in den ersten drei Tagen das Zielbecken aufmerksam im Blick zu haben.

Ein Hinweis noch: Ektol bac färbt sehr stark, daher empfehle ich die Unterlage beim Abmessen und Umfüllen sorgsam zu wählen.

Futtermittel für Guppys

Am 10.08.2019 fand bei mir ein Treffen von Guppy-Enthusiasten statt. Bei ausgelassener Stimmung tauschte man sich aus und es wurde gegrillt. Im Guppytreff Berlin hat Claus Osche bereits einen kleinen Bericht verfasst. Mir geht es heute um die Erkenntnisse aus dem Highlight des Tages, welches der Vortrag über Futtermittel von David Otto von Nutramare war. Gebannt folgten die Anwesenden den Ausführungen und schnell stellte sich eine Diskussion zum Thema Futter ein.

Die wichtigsten Erkenntnisse des Vortrags

Für mich waren dabei folgende Fakten die wichtigsten zum Thema Futtermittel:

  • Protein-zu-Fett-Verhältnis ideal bei 3:1 bzw. 2:1 (bei jüngeren Guppy auch höher)
  • Weizen mit min. 15% Anteil technisch nötig im Herstellungsprozess
  • Fischmehl ideale Zutat
  • Probiotika überleben die hohen Temperaturen bei der Herstellung nicht
  • Insektenmehl nicht sinnvoller als Fischmehl
  • Astaxanthin als Zusatzstoff für bessere Farbbrillanz
  • Weizenkeime enthalten wichtige Vitamine
  • Ideale Granulatgröße für ältere Guppys 0,5mm – 1 mm und für Jungtiere <0,5 mm

Wieso das Protein-zu-Fett-Verhältnis von 3:1 ? Bei sehr hohen Protein-Anteilen reicht der Brennwert des Futters nicht aus und der Fisch setzt das Protein zu Energie um, dabei entsteht Ammoniak, welches über die Kiemen abgegeben wird. Dies belastet das Wasser und kann die Kiemen entzünden und damit den Guppy nachhaltig schädigen. Wie mir ein befreundeter Guppy-Züchter im Nachgang erzählte, sind bei ihm deshalb schon Tiere gestorben. Die Analyse eines toten Tieres von einer Universität hatte dies damals bestätigt.

Interessant war auch die Diskussion zum Thema Frostfutter. Während David Otto die Vorteile darstellte, kamen im Publikum zahlreiche Stimmen auf, die von negativen Erfahrungen zu berichten wussten. In der Regel ging es dabei um eingeschleppte Parasiten und Krankheiten. Ich verzichte daher auch auf Frostfutter.

Inhaltsstoffe von Futtermittel für Fische
Inhaltsstoffe von Futtermittel für Fische

Unentbehrlich scheint aber die Fütterung mit frisch geschlüpften Artemia zu sein. Die Verfütterung von Lebendfutter ist auch aus Sicht von David Otto das beste für unsere Guppys. Die Artemien sind dabei in den Anfangstagen und -wochen das beste Futtermittel. Aufgrund Ihres hohen Protein-Gehaltes sind m.E. im späteren Verlauf aber andere Futtertiere oder -mittel vorzuziehen.

Vortrag über Fischfutter von David Otto
Vortrag über Fischfutter von David Otto

Wer mehr zum Thema Futtermittel erfahren möchte, kann dies auf den Seiten von nutramare.de. Hier kann auch das von David Otto zusammengestellte Futter Aquarium360 bestellt werden. Seinem Futter wird auch Kräuteröl beigemengt, welches entzündungshemmend wirkt.

Was geschah noch ?

Mein Zuchtraum wurde besichtigt und einige Guppys begutachtet und getauscht.

Blick in meinen Zuchtraum
Blick in meinen Zuchtraum

Ich freue mich über einige neue Guppys von Claus Osche, der mir einige Japan Blau Platinum Rot Mosaik dagelassen hat. Im Weiteren danke ich an dieser Stelle noch einmal Claus herzlich für die Organisation des Treffens.

Guppy Halbschwarz Rot im Beutel
Guppy Halbschwarz Rot im Beutel

Gold Platinum Japan Blau Mosaik

Alter 3 Monate

Hier ein kleiner Einblick in eine meiner aktuellen Linien. Es handelt sich um die Grundfarbe Gold. Der Farbschlag ist Platinum, Japan Blau und die Rückenflosse rotes Mosaik. Diesen schönen Farbschlag hat Tobias Bernsee gezüchtet und ich möchte ihn erhalten und weiter in Richtung Ausstellungsreife entwickeln.

Guppy Yellow Grass

Da ich bereits Red Grass und Blue Grass züchte, interessiere ich mich nun für den dritten Grass Stamm Yellow Grass. Dieser weist schwarze Flecken auf einer gelbe Flossenfärbung auf. In einem Gespräch mit Claus Osche fragte ich ihn, ob er einen solchen Stamm habe oder jemanden kennen würde, der einen solchen hätte. Claus erklärte mir, dass Yellow Grass selbst in Japan selten geworden und aus Leopard Guppys zu züchten sei. Zu meinem Glück hat Claus einen Leopard Stamm in seinem Besitz und war so freundlich mir diesen zur Verfügung zu stellen. Der Stamm stammt aus Japan und ist sehr lange in Inzucht gezogen worden. Die Tiere sind daher mittlerweile von recht kleiner Körpergröße.

Weibchen Yellow Grass (Leopard)
Weibchen Yellow Grass (Leopard)
Hintergründe zum Yellow Grass Guppy und Leopard Guppy

Im Buch „Guppies – Fancy Strains and how to produce them“ von Noboru Iwasaki ist auf Seite 54 ein kurzer Absatz zum Leopard Guppy. Dieser wurde in Japan 1969 aus Deutschland eingeführt und weist eine Leopardenzeichnung auf der Schwanzflosse auf gelben Grund auf. Die Rückenflosse ist eher spärlich gefärbt und der Körper eher blass. Aber bereits Iwasaki merkte weiter an, dass die er keine hochwertigen Fische (hinsichtlich der Körper- und Flossenform) diesen Farbschlages gesehen hätte. Im Buch finden sich denn auch nur mit Leopard Grass bezeichnete Bilder. Aus den Bildtexten geht hervor, dass es sich um Kreuzungen mit Grass Guppys handeln muss. Weiter heißt es auf Seite 53, dass der Yellow Grass Guppy eine Kreuzung von Grass Guppys und Leopard Guppys ist. Wobei die Unterschiede zum reinen Leopard Guppy nicht eindeutig zu erkennen wären. Gute Bilder zum Thema Yellow Grass habe ich unter https://guppiesonli.wordpress.com/2007/01/23/yellow-grass/ gefunden.

Das Vorgehen bei den Kreuzungen

Da der Stamm laut Claus sehr lange in Inzucht gezüchtet wurde, die Körpergröße recht klein ist und insbesondere die Rückenflosse sehr weit vom Standard entfernt ist, plane ich daher eine Kreuzung mit meinen Red Grass Guppys. Das Leopard-Gen befindet sich dabei auf dem X-Chromosom, so dass ich Leopard Weibchen mit meinen Red Grass Männchen verpaaren möchte. Sowohl das Ergebnis von F1 und F2 erwarte ich mit einer gewissen Spannung und werde weiter berichten unter „Guppy Yellow Grass„.

Männchen Gelbes Grass (Leopard)
Männchen Gelbes Grass (Leopard)

Lutino Filigran – Guppy in gelb

Wie in meinem Beitrag vom 08.09.2018 berichtet, habe ich Filigran Guppys aus den Ausgangstieren Männchen Lutino Filigran und Weibchen Grundfarbe Blau2 Grass erhalten. In der F2 sind dann wiederum auch Lutino Filigran (Grass) gefallen. Diese Tiere weisen ein helleres Gelb gegenüber den Männchen der Elterngeneration P0 auf. Hier ein Bild eines Ausgangs-Männchen.

Guppy Lutino Filigran Männchen
Guppy Lutino Filigran Männchen

Während ich bei den grauen Filigran Guppys wieder die Hellblauen Filigran Guppys einkreuzen will, um diesen Farbschlag zu altem Glanz zu verhelfen, hat das Lutino Filigran mit seinem strahlenden Gelb ebenfalls mein Interesse geweckt. Sicherlich sind hier noch die Verstärkung der Färbung und eine Vergrößerung der Flossen nötig, um die Attraktivität zu erhöhen.

Guppy Lutino Filigran
Guppy Lutino Filigran
Filigran – Muster aus Gelb

Warum wird ein Filigran-Guppy auf Grundfarbe Lutino nur so gelb ? Nun das Filigran-Muster, welches 1959 von Dwillo entdeckte, setzt sich vorrangig aus gelben Farbzellen zusammen. Diese werden zum Beispiel auf der Grundfarbe Blau (außer Hellblau) unterdrückt, so dass es keine Filigran-Guppys der Grundfarbe Blau gibt. Lutino-Guppys hingegen wirken ohnehin immer leicht gelb. Als Beispiel habe ich ein Bild eines Lutino Red Grass Männchen eingefügt.

Guppy Männchen Lutino Red Grass
Guppy Männchen Lutino Red Grass

Das Lutino betont nun die Gelbfärbung. Meine bisherigen Lutinos auf Basis Filigran ergaben immer ein ähnliches Bild. Die Ausgangsfärbungen spielten dabei kaum eine Rolle. Das Gelb dominierte immer deutlich über alles. Nur leichte Schattierungen anderer Farben sind erkennbar.

Leichte Blaufärbung in Kombination mit Blau2

Da die Elterngeneration P0 mit Grundfarbe Blau2 Weibchen angesetzt wurde, sind auch Lutino Filigran mit mischerbig Blau2 gefallen in der F2. Diese wirken leicht bläulich, insbesondere wenn sie den Lichteinfall reflektieren. Von Weitem wirken sie sogar grünlich. Mit dieser Variante möchte ich erst einmal weiterzüchten, da ich sie recht ansprechend finde.

Lutino Red Grass

Im Rahmen meines Projektes Rückenflosse bei Grass Guppys habe ich auch Lutino Red Grass Guppy in der F2 erwarten können und diese sind denn auch gefallen.

Die Lutino haben sich gut entwickelt und so möchte ich diesen Stamm einmal hier vorstellen. Ich freue mich dabei besonders über die gelungene Rückenflossenform, welche sich in der nunmehr hier gezeigten F2 weiterhin gut fortgesetzt hat.

Rückenflosse
Rückenflosse

Die Form entspricht nicht mehr dem asiatischen sondern deutlich dem europäischen Standard. Dabei sind die Tiere derzeit in einem Alter von drei Monaten. Es ist also noch eine weitere Verbesserung bei der Länge der Beflossung zu erwarten.

Nicht einmal ein Viertel des Nachwuchs aus der F1-Generation waren Lutino. Somit besteht die Zuchtgruppe F2 derzeit aus lediglich vier Weibchen und zwei Männchen.

Guppy Männchen aus der F1 (grau)
Guppy Männchen aus der F1 (grau)

Die Weibchen Lutino Red Grass

An den Weibchen kann die Grundfarbe Lutino sehr gut erkannt werden. Eine weitere Farbe ist nicht festzustellen. Die Flossenform ist ebenfalls unauffällig. Nun mal sehen, was sich hier noch herausholen lässt.

Guppy Weibchen Lutino Red Grass
Guppy Weibchen Lutino Red Grass

Lutino Red Grass mit durchsichtigen Flossen
Lutino Red Grass mit durchsichtigen Flossen

Die Männchen

Gelungen finde ich für die F2 das Grass-Muster und die Färbung. Das Lutino wandelt das rot in ein schönes Orange, was mir sehr gefällt. Die Dorsale übertrifft meine Erwartungen. Die Caudale ist ein guter Anfang von der Form, wobei über die Länge erst in zwei Monaten abschließend zu urteilen ist. Zu verbessern gilt es in den folgenden Generationen:

  • Körperfärbung
  • Verfeinerung des Grass-Musters
  • Größe der Beflossung
  • Form des Triangel der Schwanzflosse

Guppy Männchen Lutino Red Grass
Guppy Männchen Lutino Red Grass

 

Aquarienfotos

Nach zahlreichen Aquarienfotos und ausprobierten Einstellungen möchte ich heute vorstellen, wie meine Fotos für mein Archiv und diese Homepage entstehen.

Ich mache meine Fotos mit einer Sony Cybershot ohne Blitz. Schönere Bilder  zu erzielen geht meines Erachtens nur mit einer wesentlich teureren Spiegelreflexkamera (idealerweise dann mit Makroobjektiv).

Am Wichtigsten ist es die Einstellungen hinsichtlich ISO-Wert und Verschlusszeit manuell zu wählen. Die Einstellung für die Blende überlasse ich der Kamera.

Damit der Autofokus gut funktioniert und die Beleuchtung ausreichend ist, nutze ich keinen Zoom. Den Autofokus stelle ich dabei auf Mitte und nicht Multi-Spot. Aus diesen Bilder schneide ich mittels Bildbearbeitungsprogramm den fokussierten Fisch heraus und fertig sind die Bilder.

Anfangs habe ich noch manuell gezoomt, aber der Autofokus liefert deutlich öfter schärfere Bilder.

Vorbereitung der Becken für AquarienFotos

Wichtig ist es die Scheiben innen und außen ordentlich gereinigt zu haben. Für vernünftige Bilder ist das ein absolutes Muss. Schlieren auf dem Glas beeinträchtigen die Fokussierung und selbst bei gut getroffenen Fotos letztlich die Bildqualität erheblich. Sind im Wasser durch die Säuberungsaktion viele Schwebstoffe unterwegs, dann ist auch abzuwarten bis das Wasser wieder richtig klar ist. Im Weiteren ist die Devise „Dicht ran ans Glas!“ und in jedem Fall ist auf Spiegelungen des Hintergrundes oder der Kamera selbst im Glas zu achten. Sind diese im Bild sichtbar, dann wirkt dem am besten eine Veränderung des Aufnahmewinkels zum Glas entgegen. Sollte der Autofokus nicht scharf stellen können, weil die Kamera zu dicht am Glas ist, so muss wieder etwas auf Abstand gegangen werden.

Konkrete Einstellungen

Den ISO-Wert setze ich maximal auf 400 (in wenigen Fällen war 800 nötig, da das Licht nicht ausreichte). Der ISO-Wert macht das Bild heller je höher der Wert ist, allerdings geht mit diesen erhöhten Werten ein Bildrauschen einher, welches sich am Ende im ausgeschnitten Bildteilbereich ab der Einstellung 800 schon recht deutlich bemerkbar macht. Bei kleiner oder gleich 400 ist dieser Nachteil jedoch eher unauffällig.

Guppys sind schnell, dies bedeutet, je kürzer die Verschlusszeit, um so besser. Ansonsten ist der Fisch verschwommen auf den Bildern. Hier haben sich Einstellungen kürzer als 1/100s bei mir bewährt. Der Nachteil einer kurzen Verschlusszeit ist wiederum, dass die Kamera die Schärfentiefe runter reguliert, dass heißt auf den gemachten Bildern ist nur eine kleine Ebene richtig scharf.

Die exakte Einstellungen richten sich nach den Beleuchtungsgegebenheiten im Becken. Bei hellen Guppys (z.B. Albino und Lutino) können die Fische stark reflektieren, in diesen Fälle senke ich den ISO-Wert oder die Verschlusszeit.

Geduld und viele Fotos

Zum Abschluss sei gesagt, dass ich für gute Aquarienfotos regelmäßig zehn oder mehr Bilder vorher aussortieren muss. Mal passt der Fokus nicht und mal hat der Guppy eine ungünstige Position.

Aquarienfotos - auf die Einstellungen und Becken-Vorbereitung kommt es an
Aquarienfotos – auf die Einstellungen und Becken-Vorbereitung kommt es an

 

 

Filigran Blue Grass

Im letzten Artikel habe ich mich auf mein Kreuzungsexperiment mit Lutino Filigran Männchen und reinerbigen Blue Grass Weibchen bezogen. Über den Start hatte ich am 20.01.2018 berichtet und ein erstes Bild von einem Jungmännchen im Beitrag vom 06.04.2018 gezeigt. Da gerade die zweite Generation im Ansatz ist, möchte hier über den aktuellen Stand in Sachen Filigran Blue Grass berichten.

Die Elterntiere

An dieser Stelle noch einmal die Bilder der Elterntiere. Das Filigran wird vom Männchen vererbt, welches auch noch American Pink White im genetischen Gepäck auf dem X-Chromosom hatte.

Lutino Weiss Filigran
Lutino Weiss Filigran

Die Weibchen waren reinerbige Tiere der Grundfarbe Blau2 mit Grass-Muster.

Zuchtprojekt Weibchen Grundfarbe Blau
Zuchtprojekt Weibchen Grundfarbe Blau

Die F1 – Filigran Blue Grass (Grundfarbe Grau)

Nun die Filialgeneration 1 (F1) sah so aus wie erwartet und dann doch auch besser als vorgestellt. Hinsichtlich der Muster wurde das Grass-Muster der Weibchen vererbt und das heterozygote Blau2 sorgte dafür, dass kein Rot ausgeprägt wurde. Das Filigran des Männchen füllt wiederum den Körper. Beim Weibchen ist das Grass-Muster und das APW auf der Schwanzflosse deutlich zu sehen. Positiv überrascht war ich aber eindeutig von der tollen Form der Schwanzflosse. War das Männchen noch mit einer eher schmalen Spreizung versehen, glänzte die F1 hier sowohl bei Männchen als auch Weibchen. Die Rückenflosse wird nach meinen Erfahrungen maßgeblich vom Weibchen beeinflusst, was sich bestätigte, denn sie wies im Gegensatz zum Vatertier die asiatische Flossenform auf (Siehe hierzu folgenden Artikel).

 

Filigran Blue Grass Paar
Filigran Blue Grass Paar

Filigran Blue Grass Weibchen
Filigran Blue Grass Weibchen

Die F2 – Der Gen-Cocktail

Die F1 war also ein voller Erfolg, aber die Schwierigkeiten beginnen erst wirklich mit der F2. So einfach also die Genetik bei der F1 war, so spannender wird nun die F2. Warum ?

Nun spalten sich die Merkmale die der F1 vereint und gewünscht waren wieder auf. So sind in der F2 folgende Phänotypen zu erwarten:

Lutinos, Hellblaue, Lutino Weiß (wegen Hellblau), reinerbig Blaue (asiatisch – Blau2), APW-Tiere, Rote Tiere.

All diese Faktoren stecken in den Ausgangstieren. Es heißt also gut zu selektieren, denn am Ende soll es bei den grauen Filigran Blue Grass bleiben. Eine große Nachkommenschaft wäre dabei von Vorteil, aktuell hält sich der Nachwuchs hinsichtlich Quantität jedoch noch in Grenzen.

Ich werde auch die Exoten in einem separaten Becken aufziehen und schauen, ob sich etwas zur weiteren Zucht eignet.

Filigran Blue Grass
Filigran Blue Grass