Ein Pärchen für Schiphorst 2018

Am 07.07.2018 findet in Schiphorst der dritte Durchgang zur Europameisterschaft Pärchen 2018 bzw. der erste Durchgang zur deutschen Meisterschaft Pärchen 2018 statt. In 2017 war ich ja bereits vor Ort in Schiphorst und hatte mir vorgenommen dieses Jahr selbst teilzunehmen. Glücklicherweise konnte ich in der völlig ausgebuchten Veranstaltung ein Becken reservieren. Ich kann somit eins meiner Blue Grass Pärchen ausstellen. Eine Woche vorher möchte ich das Pärchen für Schiphorst 2018 hier schon einmal zeigen.

Blue Grass Weibchen für Schiphorst 2018
Blue Grass Weibchen für Schiphorst 2018
Blue Grass Männchen für Schiphorst 2018
Blue Grass Männchen für Schiphorst 2018
Fit für Schiphorst 2018

Es gilt nun mein Pärchen fit für die Veranstaltung zu machen. In der Fachliteratur steht dazu, dass die Tiere schon einmal in ein ähnliches Becken mit den Wasserwerten der Veranstaltung setzen soll. Auf den IKGH-Seiten sind in der Ausschreibung die Wasserwerte aufgeführt. Da die Gesamthärte mit 14° dGH signifikant unter den 21° dGH bei mir in Berlin liegt, habe ich meine Osmose-Anlage angeworfen und ca. 1:1 Osmose-Wasser (nahe 0° dGH) mit dem normalen Berliner Leitungswasser gemischt. Nun passen die Werte und die Ausstellungstiere können sich schon einmal an diese Werte gewöhnen. Mit drei Wochen Vorlauf beginne ich nun mit dem Vorbereiten auf die Fastenzeit vor und während des Versandes.

Vorbereitung für den Versand

Direkt vor dem Versand sollen die Tiere ein bis zwei Tage fasten, damit das Transportwasser nicht durch zu viele Ausscheidungen verunreinigt wird. Über die Wochen verteilt lege ich nun bei den Guppys einen Fastentag ein, so dass das Pärchen an Fastenzeiten gewöhnt wird.

Dies soll die Aktivität auf der Ausstellung verbessern und Eingewöhnungszeit vor Ort in Schiphorst verkürzen. Über den eigentlichen Versandvorgang selbst werde ich gerne in einem anderen Beitrag berichten und auch über meine Erfahrungen mit dem Versand. Ob die Vorbereitungsmaßnahmen von Erfolg gekrönt sind, erfahre ich dann ja vor Ort. Ich freue mich auf die Veranstaltung und wieder zahlreiche schöne Ausstellungstiere.

Neues 112 Liter Becken

Weil der KITA meiner Kinder nun ein größeres Aquarium überlassen wurde, habe ich im Mai mein vor einigen Jahren gesponsertes Aquarium zurückerhalten. Für das 112 Liter Becken gab es keine weitere Verwendung innerhalb der KITA mehr. Nun stellte sich mir die Frage wie kann es meine Zuchtanlage sinnvoll ergänzen? Da ich mit der Größe von 50 – 60 Liter bisher die besten Erfahrungen gemacht habe, erschien es mir sinnvoll das Becken durch eine Trennscheibe in zwei Becken aufzuteilen. Wichtig ist mir hierbei die vollständige Trennung der Becken, ganz so als wären es zwei eigenständige Becken. Zwar wäre eine gemeinsame Filterung stabiler, aber bei Krankheiten wären beiden Becken betroffen.

Ausgangszustand

Im Ausgangszustand galt es erst einmal gründlich außen zu reinigen. Die Abdeckung möchte ich durch eine LED-Abdeckung ersetzen, der große Originalfilter musste raus, da er nach der Trennung in zwei separate 56 Liter Becken kein Sinn mehr macht.

Becken mit Originalfilter
Becken mit Originalfilter
Ausgangzustand Becken
Ausgangzustand Becken
Ausgangzustand 112 Liter Becken
Ausgangzustand 112 Liter Becken
Zustand nach Reinigung

Die Abdeckung galt es zu entfernen und entsorgen. Danach ging des den mit Aquariensilikon befestigten Filter an den Kragen.

Entfernung des Original Filters
Entfernung des Original Filters

Als nächstes habe ich das Becken gründlich innen gesäubert.

Becken nach Säuberung
Becken nach Säuberung
Einbau der Trennscheibe im 112 Liter Becken

Nun wurde mittels Aquariensilikon eine Trennscheibe eingeklebt. Das von mir verwendete Aquariensilikon stammt von der Firma Soudal. Die Trennscheibe habe ich passgenau anfertigen lassen von MySpiegel.de

Trennwand aus Floatglas 5 mm Dicke
Trennwand aus Floatglas 5 mm Dicke
Das Becken mit eingeklebter Trennwand
Das Becken mit eingeklebter Trennwand

Zum Schluss bestellte ich noch eine passende LED-Aquarienabdeckung, da das Becken oben auf dem zweiten Schwerlastregal unter gebracht werden soll. Da ich meine Anlage demnächst erweitere habe ich nun zwei Schwerlastregale zur Verfügung. Zu der Erweiterung berichte ich in einem der nächsten Beiträge. Erst diese bereits geplante Erweiterung machen das Aufbereiten des KITA-Beckens überhaupt sinnvoll und ist ein willkommener „Startbonus“ für meine Projekt „Mehr Becken“ bzw. mein zweites Schwerlastregal.

112 Liter Becken mit neuer LED-Abdeckung
112 Liter Becken mit neuer LED-Abdeckung

 

Im letzten Schritt fehlen nur noch 2 neue Filter und schon ist das Becken einsatzbereit. Hier nutze ich den Filter Fan 1 plus von Aquael, es müssen keine Verbrauchsmaterialien nachgekauft werden und die Einsatzzeiten zwischen den notwendigen Reinigungen ist recht hoch.

Japan Blue Red Mosaic – Generation 2

Die zweite Generation meiner Japan Blue Red Mosaic Linie ist nun drei Monate alt. Zeit über den aktuellen Stand zu berichten. Wie im Artikel zu meinen neuen Stämmen geschrieben, begeistert mich hier der Rot / Blau-Kontrast dieser Linie, so dass ich beschlossen habe sie weiter zu züchten.

DER VAter der Linie Japan Blue Red Mosaic

Das Ausgangsmännchen ist beim Kreuzungsexperiment von Japan Blau und Blue / Red Grass gefallen.

Guppy Japan Blau - Rot Mosaik im Alter von 5 Monaten
Guppy Japan Blau – Rot Mosaik im Alter von 5 Monaten
Die Vorzüge der zweiten Generation

Die unten abgebildeten Männchen setze ich nun für die Zucht der Generation 3 an. Das Blau der Körperfarbe reicht insbesondere beim zweiten Männchen weiter in den Kopf hinein. Die Rückenflosse ist deutlich standardgerechter, beim Vater zieht sich der ersten Flossenstrahl bis nach hinten. Dies ist im Foto im des Vaters aufgrund des Alters bei der Aufnahme nicht deutlich sichtbar. Die Rückenflosse ist weißlich gelb gefärbt, jedoch ist das Rot schon erkennbar, ein klarer Fortschritt zur Elterngeneration, die eine sehr helle Rückenflosse hatte. Insgesamt ist die größte Verbesserung in der Rückenflosse erkennbar. Die Linie ist sehr vital und aktiv, dies ist gegenüber der bereits aktiven Elterngeneration sogar recht auffällig.

 

Japan Blue Red Mosaic -Männchen 1
Japan Blue Red Mosaic -Männchen 1
Japan Blue Red Mosaic -Männchen 2
Japan Blue Red Mosaic -Männchen 2
Kritikpunkte

Anhand der Bilder ist gut zu erkennen, dass im Gegensatz zur Elterngeneration sich das Muster der dunklen Punkte auf der Schwanzflosse (insbesondere bei Männchen 1) verdichtet hat. Das Muster entspricht noch nicht meinen Vorstellungen, eine trichterförmige Anordnung der dunklen Bänder wäre hier zu selektieren. Die Schwanzflossen sind noch zu kurz und entsprechen aktuell nur 60 – 70% der Körperlänge, wobei aber das Alter von etwas über 3 Monaten hier zu berücksichtigen ist. Ich gehe von einer Verbesserung in den nächsten 2 Monaten aus. Das Japan Blau ist in die Schwanzflosse „hineingezogen“, dies war bei Generation 1 nicht der Fall und gilt es wieder zu verbessern. Männchen 2 hat in der Schwanzflosse leicht abgerundete Ecken, bietet aber das bessere Muster und die bessere Rückenflosse. In den nächsten Generationen gilt es unter der Beibehaltung der Rückenflossenqualität die Schwanzflossenqualität wieder an die des Vaters heranzuführen. 

Die Weibchen

Mir fällt die Bewertung der Weibchen im Sinne des IKGH recht schwer, so dass ich mich stärker am Männchen orientiere. Die Weibchen der Linie haben eine schöne Musterung auf der Schwanzflosse, wobei diese auch eine Triangelform aufweist. Die Musterung geht aber noch zu stark in Richtung Grass, was in der Linie ja eingekreuzt ist. Die untere Partie der Schwanzflosse ist dabei kürzer als die obere, dies ist in der Regel bei Triangelweibchen so, mal sehen, ob dies noch zu verbessern ist. Der hintere Körper könnte noch kürzer / gedrungener sein. Die Dorsale (Rückenflosse) ist mir noch zu kurz.

 

Weibchen 1 der Japan Blue Mosaic Linie
Weibchen 1 der Japan Blue Mosaic Linie
Weibchen 2 der Japan Blue Mosaic Linie
Weibchen 2 der Japan Blue Mosaic Linie

 

 

Japan Blue American Pink White (APW)

Da mein Ansatz zu Japan Blau APW (American Pink White) bereits mit einem Monat begonnen hat auszufärben, möchte ich in diesem Bericht das Experiment vorstellen. Ob ich die Linie beibehalte kann ich derzeit noch nicht abschließend sagen.

Die Ausgangstiere des Kreuzungsexperimentes

Von Tobias Bernsee habe ich einige Lutino Guppys bekommen, um die seltene Grundfarbe zu erhalten. Diese Lutino hatten American Pink White (APW) zusätzlich auf dem X-Chromosom im „Gepäck“. Für meine Kreuzungen mit meinen Grass Guppys spielte dieses APW keine große Rolle. Als jedoch ein schön gefärbtes Männchen mit weißer Schwanzflosse in den Würfen fiel, habe ich mich gefragt wie das APW in einer anderen Kombination wirken würde. Daher habe ich ein Männchen meiner Japan Blue Linie verpaart mit einem der Lutino Weibchen mit APW. Das Japan Blau wird dabei über das Y-Chromosom vererbt, so dass ich Männchen mit blauen Körper und weißen Flossen erwartete.

Lutino Weibchen mit American Pink White (APW)
Lutino Weibchen mit American Pink White (APW)
Guppy Japan Blau
Die F1-Generation meines Kreuzungsexperimentes American Pink White / Japan Blue

Hier ein paar Bilder des Nachwuchses im Alter von einem Monat. Beim abgebildeten Männchen ist sehr gut das American Pink White auf der Schwanzflosse zu erkennen, welches sich bis auf den hinteren Körper zieht und dort vom Japan Blau abgelöst wird. In zukünftigen Generationen wäre die Farbtrennung zu verbessern. Also beispielsweise weiße Flossen und Japan Blauer Körper. Bei den Weibchen zeigt sich ebenfalls bereits beginnend an der Schwanzflossenoberseite das APW.

Guppy Japan Blau American Pink White - Alter ein Monat
Guppy Japan Blau American Pink White – Alter ein Monat
Guppy Japan Blau APW
Guppy Japan Blau APW
Weibchen Japan Blau APW
Weibchen Japan Blau APW
Weitere Informationen zu American Pink White

Im Netz konnte ich in einem Forum-Eintrag in www.guppytreff-berlin.de eine kurze aber präzise Beschreibung von APW finden. Daraus möchte ich hier zitieren:

„meist y-gebunden (manche Stämme aber auch x-gebunden)
Weiße Schwanzflosse die auf der Schwanzwurzel „überlappt“ und dort einen weißen Fleck hinterlässt. Manchmal auch zusätzlich ein kleiner schwarzer Punkt auf der Schwanzflossenbasis und ggf. weiße gefärbte Rückenflosse. Durch die Verkreuzung von Tieren mit roten (gelben) Farbgenen kriegt man gut und dauerhaft gelbliche und/oder rötliche (deshalb Pink-White) Schlieren ins Weiss.
Die einen werten das als Fehlfarbe…anderen gefällt das. Klares Weiß zu erhalten ist dauerhaft jedenfalls schwerer. (Zitat Nutzer wagtail)

Bilder von anderen Varianten mit APW

Da ich die APW Weibchen wie geschrieben mit meinen Grass Guppys gekreuzt habe, folgen hier die Bilder von zwei Kreuzungsergebnissen die mich zum Kreuzungsexperiment mit Japan Blau inspiriert haben. Ich denke, dass hier auch durch das ursprüngliche Red Grass recht gut die Namensgebung „Amerikanisches Rosa Weiß“ nachvollzogen werden kann.

Viel Weiß vom APW in der Schwanzflosse
Viel Weiß vom APW in der Schwanzflosse
Guppy mit APW und mehr Rotanteil in der Schwanzflosse
Guppy mit APW und mehr Rotanteil in der Schwanzflosse

 

Linie Red Grass Generation 12

Nicht immer geht alles so voran, wie ich es mir vorstelle. Meine Red Grass Linie überzeugt mich in Generation 12 leider nicht wirklich. Hierzu habe ich Vergleichsbilder zur Generation 11 eingestellt. Lediglich ein Männchen (Siehe 1. Bild) hat meinen Ansprüchen hinsichtlich der Färbung des Körpers und der Flossen und halbwegs hinsichtlich der Flossenform genügt. Eine richtige Selektion im Sinne meiner Herdenzucht war dadurch jedoch kaum möglich.

Guppy Red Grass der Generation 12
Guppy Red Grass der Generation 12
Guppy Red Grass Generation 11
Guppy Red Grass Generation 11
Verbesserungsansätze meiner RED Grass Linie

Da ich die Linie wegen ihrer nicht dem europäischen Standard entsprechende Rückflosse aktuell vorwiegend als Genpool für das gute Rot und den Schwanzflossen halte, muss ich nun festhalten, dass die Schwanzflossenqualität mich derzeit nicht zufrieden stellt. Insbesondere die Länge der Schwanzflosse ist in dieser Generation zu kurz geraten. Auch sind die Ecken merklich runder und der köpernahe Winkel der Schwanzflosse ist etwas kleiner geworden.

Guppy Red Grass mit Markierung der Schwanzflosse
Schwanzflosse ca. 66% der Körpergröße
Positives

Durch gezielte Auswahl in der Generation 11 ist es mir gelungen den Heteromorpha-Balken wieder zu verstärken. Die schöne Rotfärbung ist immer noch vorhanden, wobei in den vorherigen Generationen auch Tiere mit mehr Rotanteil und feineren Grass-Muster vorhanden waren. Die Rückenflosse hat ihre Länge gehalten. Bei meinem Zuchtmännchen ist sie sogar zu lang.

Die Weibchen der Linie

Bei den Weibchen ist die Rückenflosse sehr ausgeprägt, dabei allerdings weit vom europäischen Stil entfernt. Die Schwanzflosse versuche ich in Richtung Triangel zu züchten und auf das Grass-Muster zu achten. Wobei ich hier größere Erfolge in meiner Blue Grass-Linie erziele, dazu in einem anderen Beitrag mehr.

Weitere Bilder

 

Weibchen der Generation 12
Weibchen der Generation 12
Zuchtmännchen der Generation 12
Zuchtmännchen der Generation 12
Einziges Zuchtmännchen der 12. Generation
Einziges Zuchtmännchen der 12. Generation